Nach der Roboterchirurgie: Lebensqualität und psychische Gesundheit bei Arzt und Patient

Beschreibung

Die moderne Urologie definiert sich heute über die Balance zwischen technischer Präzision und menschlicher Empathie. In wenigen Bereichen ist diese Spannung deutlicher als in der roboterassistierten Chirurgie. Die Einführung der roboterassistierten Chirurgie hat die operativen Möglichkeiten in der Urologie grundlegend transformiert. Während technische Exzellenz und onkologische Outcomes meist im Zentrum des fachlichen Diskurses stehen, rücken die psychosozialen Implikationen und die langfristige Lebensqualität zunehmend in den Fokus- und zwar von Patientin und Patient, aber eben auch Ärztin und Arzt.

Diese Fortbildung widmet sich den oft unterschätzten Dimensionen der postoperativen Phase. Wir laden Sie ein, die roboterassistierte Chirurgie aus einer Perspektive zu betrachten, die über den rein technischen Erfolg hinausgeht.

Erfahren Sie, wie eine strukturierte psychoonkologische Begleitung den Genesungsprozess beeinflusst. Der Vortrag beleuchtet die Diskrepanz zwischen chirurgischem Befund und subjektivem Patientenerleben sowie die Integration supportiver Maßnahmen in den klinischen Alltag. Wir diskutieren zudem die Auswirkungen minimalinvasiver Verfahren auf die funktionellen Ergebnisse und die gesundheitsbezogene Lebensqualität im Vergleich zu konventionellen Techniken. Chirurgisches Handeln ist untrennbar mit Verantwortung und gelegentlich mit Komplikationen verbunden. Zum ersten Mal thematisieren wir hier explizit die psychische Belastung des Operateurs nach belastenden Ereignissen und diskutiert notwendige Resilienzstrategien sowie institutionelle Support-Strukturen.

Diese Fortbildung bietet Ihnen fundierte Einblicke in die psychologische Nachsorge der Patient:innen und sensibilisiert auf der anderen Seite für die mentale Gesundheit des medizinischen Personals – beides zusammen ein entscheidender Faktor für die Qualität sowie langfristige Leistungsfähigkeit in einem Hochleistungsfach wie der Urologie.

Programm


18 Uhr
Einführung
Prof. Dr. med. Matthias Saar (Aachen)

Mehr als nur eine Kennzahl: Psychoonkologie in der robotischen Tumorchirurgie
Prof. Dr. med. Tanja Zimmermann (Hannover)

Lebensqualität nach robotischen Eingriffen – die aktuelle Studienlage
Prof. Dr. med. Karl Kowalewski (Mannheim)

Wenn der Arzt bzw. die Ärztin auch leidet: das Second Victim Phänomen
Prof. Dr. med. Nina Harke (Hannover)

19.30 Uhr
Lernerfolgskontrolle

Anmeldung

3 CME-Punkte

 

Datum

21.01.2026 - 21.01.2026

Uhrzeit

18:00 - 00:00 Uhr

Veranstaltungsort bzw. Veranstaltungsform

urotube-FoBi