Indirekt statt Head to Head: Diskrepanz bei der Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms

Beschreibung

Besonders im Bereich des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) und des kastrationssensitiven Stadiums (mCSPC) zeigt sich derzeit eine deutliche Diskrepanz zwischen der Fülle an neuen Therapieoptionen und dem Mangel an direkten Vergleichsstudien (Head-to-Head).

Die therapeutische Landschaft des Prostatakarzinoms entwickelt sich mit einer Geschwindigkeit, die klinische Studien kaum noch im klassischen Format abbilden können. Während wir uns über die Zulassung zahlreicher neuer Substanzen und Kombinationstherapien freuen, stehen wir in der täglichen Praxis vor einer wachsenden Herausforderung: Es fehlen schlichtweg die Randomized Controlled Trials (RCTs), die moderne Standards direkt gegeneinander testen.

In der Behandlung des mHSPC und mCSPC ist die Therapienintensivierung – etwa durch die Triplett-Therapie – mittlerweile zum Standard avanciert. Doch wie entscheiden wir evidenzbasiert zwischen Wirkstoffen wie Darolutamid, Enzalutamid oder Apalutamid, wenn direkte Vergleiche fehlen?

Um diese Lücke zu schließen, gewinnen Matching-Adjusted Indirect Comparisons (MAIC) und Real-World-Daten massiv an Bedeutung. Aktuelle Daten vom ASCO GU 2026 verdeutlichen dies: Erstmals liegen umfassende MAIC-Sicherheitsanalysen vor, die signifikante Unterschiede, beispielsweise bei Fatigue-Raten und Hauttoxizitäten, zwischen den gängigen ARPIs aufzeigen, ohne dass diese jemals in einer gemeinsamen Phase-III-Studie gegenübergestellt wurden.

In unserer 90-minütigen Live-Fortbildung möchten wir gemeinsam mit Ihnen folgende Schwerpunkte erörtern:

Methodik verstehen
Wie belastbar sind indirekte Vergleiche (MAIC) für die klinische Entscheidung?

Aktuelle Datenlage 2026
Ergebnisse neuester Analysen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von ARPI-Kombinationen

Praxis-Transfer
Wie integrieren wir diese „Ersatz-Evidenz“ in unsere Therapiealgorithmen, wenn klassische RCTs fehlen?

Ausblick
Die Rolle adaptiver Studiendesigns und der Einbeziehung von Patienten-Biomarkern (z.B. AR-LBD-Mutationen) zur Individualisierung der Therapie

We immer bei urotube können Sie all Ihre Fragen an unseren Experten stellen. Wir nehmen uns ausrechend Zeit, um über diese kontroverse Thema zu diskutieren.

Programm


Einführung und Begrüßung
Prof. Dr. med. Jennifer Kranz (Aachen)

Eher indirekt: Wie belastbar sind MAIC für die Therapie des PCa
Prof. Dr. med. Carsten Ohlmann (Bonn)

Fragen & Diskussion
Moderatorin, Referent & Teilnehmer:innen

3 CME-Punkte

Anmeldung

 

Datum

15.04.2026 - 15.04.2026

Uhrzeit

18:00 - 19:30 Uhr

Veranstaltungsort bzw. Veranstaltungsform

urotube-FoBi